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Katastrophenschutz in Großalmerode
Liebe Großalmeröderinnen und Großalmeröder,
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, sich über den Katastrophenschutz in unserer Stadt zu informieren. In dieser Übersicht finden Sie wichtige Hinweise und praktische Tipps für mögliche Krisensituationen, etwa bei Unwettern, längeren Stromausfällen oder Versorgungsengpässen.
Auch wenn aktuell keine akute Notlage besteht, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um vorzusorgen. Prävention und umsichtiges Verhalten stärken unsere gemeinsame Sicherheit.
Die Stadt Großalmerode hat gemeinsam mit Experten, Behörden und Hilfsorganisationen ein örtliches Katastrophenschutzkonzept entwickelt. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, Abläufe klar zu strukturieren und im Ernstfall schnell und koordiniert handeln zu können.
Sicherheit entsteht durch Zusammenarbeit und Solidarität. Informieren Sie sich, bereiten Sie sich vor – und helfen Sie mit, unsere Gemeinschaft stark zu machen.
Ihr
Finn Thomsen
Bürgermeister
Warum braucht Großalmerode ein örtliches Katastrophenschutzkonzept?
Großschadensereignisse wie:
- langanhaltende, flächendeckende Stromausfälle
- Starkregen- oder Unwetterlagen
- Versorgungsunterbrechungen
können auch im Werra-Meißner-Kreis jederzeit eintreten.
Im Ernstfall müssen Einsatzkräfte und Verwaltung schnell, strukturiert und priorisiert handeln. Deshalb wurde ein örtlicher Krisenstab eingerichtet, der:
- Einsätze zentral koordiniert
- Hilfeersuchen priorisiert
- Entscheidungen zur öffentlichen Sicherheit trifft
- die Versorgung (Wasser, Abwasser, Energie) steuert
Die Gesamtleitung übernimmt der Bürgermeister, unterstützt unter anderem durch den Stadtbrandinspektor (S3 – Einsatzleitung) sowie weitere Fachfunktionen.
Regelmäßige Übungen sorgen dafür, dass im Ernstfall routiniert gehandelt werden kann.
Wir sind gut vorbereitet – wenn jeder selbst vorbereitet ist!
Deutschland verfügt über ein leistungsfähiges Katastrophenschutzsystem. Dennoch gilt:
Bei großflächigen Schadenslagen können Einsatzkräfte nicht überall gleichzeitig sein.
Eigenvorsorge ist daher entscheidend.
Empfehlung: Vorrat für bis zu 10 Tage
- Trinkwasser
- Haltbare Lebensmittel
- Hygieneartikel
- Desinfektionsmittel
- regelmäßig geprüfte Hausapotheke
Ein Stromausfall von bis zu 72 Stunden ist auch in Deutschland ein realistisches Szenario.
Denken Sie außerdem an:
- Notstromlösungen (insbesondere für medizinische Geräte)
- Kühlung wichtiger Medikamente (z. B. Insulin)
- Vorsorge in Arztpraxen, Apotheken und landwirtschaftlichen Betrieben
Was tun, wenn es „kritisch“ wird?
Ein kurzer Stromausfall ist meist unproblematisch. Kritisch wird es bei längerem, großflächigem Ausfall – etwa durch schwere Unwetter.
Wichtige Vorbereitungen:
- Dokumentenmappe mit wichtigen Unterlagen griffbereit halten
- Notgepäck vorbereiten
- Familie über Aufbewahrungsorte informieren
- medizinische Versorgung im Blick behalten
Fragen Sie sich:
- Wie lange kommen wir ohne Strom aus?
- Wie sichern wir wichtige Medikamente?
- Können wir das Haus im Notfall schnell verlassen?
Wie wird man informiert, wenn es problematisch wird?
Informationen und Warnmeldungen sind überlebenswichtig. Aufgrund von Naturereignissen können plötzlich Teile von Städten sowie sogar ganze Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten werden. Oftmals sind die Bewohner dann nur über Rundfunk, Fernsehen oder Internet erreichbar.
Doch was passiert, wenn dann noch der Strom plötzlich ausfällt?
Denken Sie hier vielleicht mal über die Anschaffung eines batteriebetriebenen Radios nach und halten Sie entsprechend Batterien für den Ernstfall bereit. Das Vorhalten einer geladenen Powerbank zum Aufladen Ihres Handys ist dabei ebenfalls ein wichtiger Baustein.
Neben den oben genannten Informationsquellen gibt es auch die kostenlose App „KATWARN“, „HessenWARN“ (Warn- und Informationsapps des Landes Hessen) und Katastrophenhilfe (BBK).
NINA warnt deutschlandweit. Hier sind Sie stets über Gefahrenlagen informiert und können über Push-Nachrichten zu aktuellen Warnungen benachrichtigt werden. Zudem enthält die App auch zusätzliche Features wie Informationen vom Deutschen Wetterdienst oder ständig aktualisierte Lagemeldungen wie beispielsweise zur Corona- Pandemie.
Hilfe holen und helfen!
Notrufnummern
112 – Feuerwehr & Rettungsdienst
- Lebensbedrohliche medizinische Notfälle
- Brände
- Technische Hilfeleistung
110 – Polizei
- Straftaten
- Verkehrsunfälle ohne Personenschaden
116 117 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst
- Nicht lebensbedrohliche Erkrankungen außerhalb der Praxiszeiten
Erste Hilfe rettet Leben
Jeder sollte grundlegende Erste-Hilfe-Maßnahmen beherrschen. Kurse bieten unter anderem an:
- Deutsches Rotes Kreuz
- Malteser Hilfsdienst
- Johanniter-Unfall-Hilfe
- Arbeiter-Samariter-Bund
Ist Ihr Zuhause sicher?
Mit einfachen Maßnahmen lässt sich die Sicherheit deutlich erhöhen:
Gebäudesicherheit
- Sturmhaken und Schneefanggitter am Dach
- Sicherung von Markisen und Bäumen
- Rückstauklappen im Abwassersystem
- Überspannungsschutz & Blitzschutz
- Sicherung von Heizöltanks
Brandschutz
- Rauchmelder
- Feuerlöscher oder Löschdecke
- Gartenschlauch oder Löschwasserbehälter
Im Brandfall: 112 wählen!
Leuchttürme – Anlaufstellen im Stadtgebiet
Bei länger andauernden Großschadenslagen (z. B. Stromausfall über 8 Stunden) werden sogenannte Leuchttürme eingerichtet.
Diese dienen als Anlaufstellen für betroffene Bürgerinnen und Bürger.
| Stadtteil | Adresse | Gebäude |
|---|---|---|
| Rommerode | Bürgerhausstraße 2 | Feuerwehrgerätehaus |
| Epterode | Zimmerplatzstraße | Feuerwehrgerätehaus |
| Kernstadt | Marktplatz 16 | Verwaltungsgebäude |
| Laudenbach | Weiße Gelster 40 | Feuerwehrgerätehaus |
| Uengsterode | Raiffeisenstraße 9 | Feuerwehrgerätehaus |
| Trubenhausen | In der Welsebach 13 | Feuerwehrgerätehaus |
| Weißenbach | St.-Florian-Weg | Feuerwehrgerätehaus |
Informationsmaterial des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stellt auf seiner Internetseite umfangreiche und praxisnahe Ratgeber zur persönlichen Notfallvorsorge zur Verfügung.
Insbesondere sind dort Informationsmaterialien zu folgenden Themen abrufbar:
Die Ratgeber enthalten konkrete Hinweise und Empfehlungen, wie sich Bürgerinnen und Bürger auf mögliche Krisen- und Notfallsituationen vorbereiten und im Ereignisfall angemessen handeln können. Dazu zählen unter anderem Tipps zur Bevorratung, zur Sicherstellung der Informationsfähigkeit, zur Eigenvorsorge im Haushalt sowie zum richtigen Verhalten in besonderen Gefahrenlagen.
Die genannten Broschüren sind öffentlich zugänglich und können kostenfrei online eingesehen werden. Teilweise besteht zudem die Möglichkeit, gedruckte Exemplare zu beziehen.
Weiterführende Informationen zu den Inhalten finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Notfall 1x1
So setzen Sie einen Notruf richtig ab:
- Wo ist es passiert?
- Was ist passiert?
- Wie viele Verletzte?
- Wer meldet?
- Warten auf Rückfragen!
Auf den Notfall vorbereitet sein - Checkliste und Notrufnummern zur Vorsorge!

