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In Hessen ist ein Medizinstudium auch ohne Numerus Clausus möglich
Bei dem Studium mit den sogenannten „Vorabquoten“ für den öffentlichen Gesundheitsdienst und die Tätigkeit als Landärztin oder Landarzt steht nicht der Notendurchschnitt im Vordergrund, sondern die fachspezifische Eignung und persönliche Motivation. Vom 1. Februar bis zum 28. Februar 2026 können sich Interessierte für ein Studium bewerben. Studienstart ist im Oktober 2026. Besonders die Gesundheitsversorgung ländlicher Räume in Hessen soll von Absolventinnen und Absolventen dieser Studienkonzepte gestärkt werden. Fachärztinnen und Fachärzte für Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendmedizin, Innere Medizin und das Öffentliche Gesundheitswesen werden zukünftig gebraucht.
„Wir konnten im Werra-Meißner-Kreis schon mehrfach Studierende des HeLaMed-Projektes in engagierten hausärztlichen Praxen in Praktika begrüßen. Gemeinschaftlich wirken so viele Beteiligte daran mit, für den Werra-Meißner-Kreis ärztlichen Nachwuchs zu gewinnen“, so die Gesundheitskoordinatorin Anja Fett.
Für das Programm „HeLaMed Hessen | Land | Medizin – der hessische Weg“ stehen 7,8 Prozent der hessischen Medizinstudienplätze zur Verfügung. Im letzten Jahr konnten sich 74 Personen erfolgreich mit dem besonderen Auswahlverfahren einen der begehrten Studienplätze sichern: z. B. wird ermittelt, welchen Studieninteressierten es besonders empathisch gelingt, herausfordernde Patienten-Arzt-Situationen zu meistern. In diesem extra entwickelten Bewerbungsverfahren werden auch der „Test für medizinische Studiengänge“ (TMS) und einschlägige Vorerfahrungen, wie z. B. ein Freiwilliges Soziales Jahr im Gesundheitsbereich, Praktika in der Pflege oder eine Ausbildung oder ehrenamtliche Tätigkeit im medizinischen Bereich in einem höheren Maße berücksichtigt.
Charakteristisch im hessischen Studienprogramm, ist für die Studierenden das zusätzlich zum Seminarprogramm entwickelte Mentoring-Programm. Es unterstützt z.B. zielgerichtet zu lernen und bereitet in besonderem Maße auf das spätere Wirken als Landarzt oder Landärztin vor. Auch der Praxisanteil ist größer und setzt früher ein als in einem regulären Medizinstudium.
Informationen zum zweistufigen Bewerbungs- und Auswahlverfahren stellt die studienplatzvergebende Stelle, das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP), bereit: https://hlfgp.hessen.de/medizin-studieren.
Wenn Studieninteressierte Fragen haben, wie der Weg ins Medizinstudium führt, was zuvor ratsam oder nützlich ist oder zum Medizinstipendium des Werra-Meißner-Kreises, ist eine Kontaktaufnahme zur Gesundheitskoordination des Werra-Meißner-Kreises eine gute Ergänzung zu den anderen Wegen der Berufsinformation: anja.fett@werra-meissner-kreis.de oder 05651 302 25313.


