Sommerhitze macht auch der Biotonne zu schaffen


Bei den hohen Temperaturen der vergangenen Wochen haben viele die Erfahrung gemacht, dass sommerliche Hitze und Feuchtigkeit unangenehme Gerüche und die Entwicklung von Fliegenmaden in der Biotonne begünstigen. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich dies jedoch meist vermeiden. Der Werra-Meißner-Kreis gibt deshalb praktische Hinweise für den richtigen Umgang mit Bioabfällen.

„Allein im Werra-Meißner-Kreis werden jedes Jahr rund 9.400 Tonnen Bioabfälle über die Biotonne gesammelt. Das zeigt, wie wichtig die Bioabfallsammlung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist. Umso wichtiger ist es, Bioabfälle sorgfältig zu trennen und frei von Störstoffen zu entsorgen“, sagt Kreisbeigeordneter Dr. Philipp Kanzow.

Im Durchschnitt werden im Werra-Meißner-Kreis pro Einwohner jährlich rund 96 Kilogramm Bioabfall über die Biotonne gesammelt. Die Bioabfälle werden in der Vergärungs- und Kompostierungsanlage in Lohfelden zunächst zur Gewinnung von Biogas genutzt und anschließend zu hochwertigem Kompost verarbeitet. Voraussetzung dafür ist, dass die Bioabfälle möglichst frei von Kunststoff und anderen Störstoffen sind.

Damit es in den Sommermonaten gar nicht erst zu Madenbildung und starken Gerüchen kommt, empfiehlt die Umweltberaterin des Werra-Meißner-Kreises, Gabriele Maxisch:

  • Die Biotonne möglichst an einem schattigen Standort aufstellen.
  • Die Tonne regelmäßig zur Leerung bereitstellen – auch wenn sie noch nicht vollständig gefüllt ist.
  • Nach der Leerung die Tonne bei geöffnetem Deckel vollständig austrocknen lassen.
  • Feuchte Küchenabfälle in Zeitungspapier oder Küchenpapier einwickeln.
  • Den Tonnenboden mit Zeitungspapier, Eierkartons, Sägemehl oder feinen Holzschnitzeln auslegen, um überschüssige Feuchtigkeit aufzunehmen.


Sollten sich dennoch Maden bilden, können Gesteinsmehl oder trockene Gartenerde helfen. Beides wird schichtweise über den Bioabfall gestreut und erschwert Fliegen die Eiablage. Auch eine regelmäßige Reinigung von Deckel und Tonnenrand mit Essigwasser kann dazu beitragen, dass Fliegen dort keine Eier ablegen.

Ebenso wichtig ist die richtige Befüllung der Biotonne. Herkömmliche Plastiktüten gehören nicht in den Bioabfall. Sie müssen in der Kompostanlage aufwendig aussortiert werden, beeinträchtigen die Herstellung von hochwertigem Kompost und verursachen zusätzliche Entsorgungskosten.

Im Werra-Meißner-Kreis sind ausschließlich kompostierbare Bioabfallsäcke aus Maisstärke mit Keimlingssymbol zugelassen. Enthält eine Biotonne unzulässige Plastiktüten oder andere Störstoffe, kann ihre Leerung verweigert werden.

Fragen rund um die Bioabfallsammlung und die richtige Abfalltrennung beantwortet Umweltberaterin Gabriele Maxisch unter Telefon 05651 302-4751 oder per E-Mail an Gabriele.Maxisch@werra-meissner-kreis.de.