Hessen fördert Integrationsarbeit im Werra-Meißner-Kreis


Vielfalt fördern, Begegnungen schaffen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken: die Arbeit des WIR-Vielfaltszentrum im Werra-Meißner-Kreis wird auch in den kommenden Jahren im Rahmen des hessischen Landesprogramms „WIR – Vielfalt und Teilhabe“ gefördert. Den Förderbescheid von über 270.000 Euro nahm Erster Kreisbeigeordneter Friedel Lenze von Integrationsstaatssekretärin Katrin Hechler freudig entgegen. Die aktuelle Förderperiode umfasst den Zeitraum von Januar 2026 bis Ende 2030.

„Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Land und den kommunalen Akteuren wird auch künftig fortgesetzt. Mit unserer Förderung stärken wir die kommunalen Integrationsstrukturen und schaffen durch die bis Ende 2030 angelegte Förderperiode eine verlässliche Grundlage für die langfristige Planung in den Kommunen“, sagte Hechler im Rahmen der Übergabe.

Lenze betont: „Der Werra-Meißner-Kreis bedankt sich für die verlässliche Unterstützung des Landes im Bereich unserer Integrationsarbeit, welche allen Menschen im Werra-Meißner-Kreis dient und elementar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist.“

WIR-Vielfaltszentren sind lokale Schnittstellen zwischen Land und Kommunen sowie zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft. Sie koordinieren regionale Integrationsarbeit vor Ort – etwa dadurch, dass sie Integrationsstrategien für das Zusammenleben innerhalb der Kommunen entwickeln. Teil davon ist auch die Unterstützung von Zugewanderten bei der Orientierung und darüber hinaus. Vielfaltszentren sind zudem Anlaufstellen für Migrantenorganisationen und Ehrenamtliche. Eine weitere Aufgabe ist, öffentliche und zivilgesellschaftliche Institutionen im Sinne einer vielfaltsorientierten Öffnung zu beraten, um struktureller Diskriminierung und Rassismus gezielt entgegenzuwirken.

Die Arbeit des WIR-Vielfaltszentrums im Werra-Meißner-Kreis konzentriert sich auf das Integrationsmanagement mit einem Schwerpunkt auf Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit. Weitere zentrale Themen sind die Organisation der Interkulturellen Woche sowie der Internationalen Wochen gegen Rassismus sowie der Antirassismusarbeit allgemein, die Stärkung von Empowerment, Sichtbarkeit und gesellschaftlicher Teilhabe sowie die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Mit der Förderung kann auch eine Bezuschussung von Personalstellen im WIR-Zentrum erfolgen.