Quartiersanierung

Energie sparen - Kosten senken

Ringgau-Netra. „QS on tour“, die Veranstaltungsreihe mit einfachen Tipps über Einsparmöglichkeiten bei Wärme und Kälte, Licht und Strom, Mobilität, mit Vorträgen über Wärmepumpen und Energiesparen, war zu Gast in Netra und beendete ihre Tour dort noch vor den Sommerferien.
Mit einem Infostand vor dem Dorfgemeinschaftshaus begannen Wolfgang Hüller, Sanierungsberater des Kreises und Armin Raatz, KEEA GmbH, ihren Beratungstag. Bürgermeister Mario Hartmann schaute am Stand vorbei und war auch beim Vortrag über das Energiesparen und der gewünschten Zugabe, dem Vortrag über die Wärmepumpentechnik, noch dabei. “Ich kann ihnen allen nur empfehlen, die kostenlose Beratung der Quartierssanierung in Anspruch zu nehmen und die Ratschläge, Energie einzusparen, ernst zu nehmen”, sagte der Bürgermeister.
„Die Strompreise haben sich schon jetzt um 30 Prozent erhöht, der Gaspreis und die Preise für Holzpellets haben sich mehr als verdoppelt, der Ölpreis verdreifacht. Wir müssen außerdem den CO2-Ausstoß absenken, weniger verbrauchen, mehr sparen. Jeder kann etwas dazu beitragen, denn schon kleine Verhaltensänderungen können bis zu 15 Prozent Einsparpotential bedeuten“, sagte Armin Raatz. Er gehe davon aus, dass die Preise nicht mehr auf das Niveau von 2021 sinken, sondern hoch bleiben werden.
Genau daraufhin bereiten sich die Ratsuchenden an diesem Spätnachmittag vor. „Wie kann ich meine Kosten senken? Wie das Haus am effektivsten beheizen? Was kann ich jetzt noch tun, damit der Winter nicht zu teuer wird?“, waren nur einige ihrer Fragen.
Sein Gebäude - mindestens aber die oberste Geschossdecke - zu dämmen, sei eine wichtige Maßnahme. Damit könne man bis zu 30 Prozent der Wärmeenergie einsparen, so Raatz. Dass die Heizungsanlage gewartet, optimal eingestellt und ein hydraulischer Abgleich gemacht werden müsse, seien nur einige technische Stellschrauben, an denen der Fachmann drehen müsse. Die Möbel nicht vor die Heizkörper zu stellen, das Stoßlüften, der Austausch von Duschköpfen gegen wassersparende Modelle, darauf sollten Verbraucher:innen achten. „Tauen sie Gefriergut im Kühlschrank auf, der Kühlschrank verbraucht in dieser Zeit weniger Strom. Tauschen sie die Glühbirnen gegen LED-Modelle aus, das spart 80 Prozent an Energie, mit abschaltbaren Steckerleisten können Geräte im Stand-by-Modus abgeschaltet werden. In Deutschland werden dadurch jährlich 22 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht, da die Geräte im Stand-by-Modus laufen. Am Ende summieren sich alle noch so kleinen Maßnahmen und wirken sich in der gesamten Energie- und Klimabilanz aus“, so Raatz.
Die Mobilität im Werra-Meißner-Kreis wird bereits verändert, mit dem Projekt Mobilfalt oder dem Ausbau von Radwegen. Raatz verwies zudem auf die Kampagne der Bundesregierung „80 Millionen Gemeinsam für Energiewechsel“ und die Internetseite www.co2online.de.
Die Vorträge werden nach dem Sommer im Online-Format wiederholt. Auf der Internetseite und über den Newsletter werden die Termine zeitnah bekannt gegeben. Infos unter: www.quartierssanierung-wmk.de