Pressemitteilung des Werra-Meißner-Kreises vom 22.02.2007
Nordhessischer Verkehrsverbund muss bei R 7 Spätverbindung und MultiTicket nachbessern
Nach den ersten Gesprächsrunden mit der Geschäftsführung des Nordhessischen Verkehrsverbundes und dem Werra-Meißner-Kreis stellt Landrat Reuß fest, dass nach wie vor dringender Nachbesserungsbedarf insbesondere auf der Strecke R 7 Göttingen - Bebra herrscht. Er fordert daher mit Nachdruck den NVV auf, insbesondere die Spätverbindung in beide Richtungen wieder aufzunehmen. Des Weiteren forderte der Landrat in dem Gespräch mit den Vertretern des NVV, dass Multiticket wieder einzuführen. Beide Forderungen sollten schnellstmöglich umgesetzt werden.
Darüber hinaus ist dringend erforderlich, dass die Anbindungen von Bebra nach Bad Hersfeld um die Schnellverbindung des ICE zu erreichen, verbessert werden müssen, damit die Fahrgäste den Übergang auch schaffen.
Die aufgetretenen Probleme durch die Betriebsübernahme des Betreibers Cantus im Nord-/Osthessen-Netz wurden ebenfalls kritisch beleuchtet. Die vorhandenen Verspätungsmeldungen und Überfüllung der Züge wurden aufgearbeitet. Hier hat der Nordhessische Verkehrsverbund zugesagt, dass entsprechende Nachbesserungen eintreten werden. Darüber hinaus konnte dokumentiert werden, dass die Pünktlichkeit deutlich zugenommen hat im Verhältnis zu dem vorherigen Betrieb durch die Deutsche Bahn AG.
Dennoch beharrt der Landrat auf der Forderung der Nachbesserung sowie es auch entsprechend im Aufsichtsrat des Nordhessischen Verkehrsverbundes im Herbst des vergangenen Jahres beschlossen wurde. Reuß wörtlich: „Es kann nicht sein, dass entsprechende Beschlüsse nicht umgesetzt werden und darüber hinaus zu Lasten des ländlichen Raumes Kürzungen vorgenommen werden und damit die Mobilität der Menschen deutlich eingeschränkt wird.“ Mit Blick auf die hohen Pendlerzahlen im Werra-Meißner-Kreis ist es erforderlich, dass nicht nur die Oberzentren in der Region, wie Kassel, sondern auch die Anschlüsse an den ICE-Knotenpunkten im Norden und Süden mit entsprechenden Spätverbindungen gewährleistet sind. Nur so ist gewährleistet, dass die Menschen weiterhin im Werra-Meißner-Kreis leben können und nicht den Arbeitsplätzen hinterher ziehen müssen. Unter demografischen Gesichtspunkten ist die Verkehrserschließung gerade auch im ÖPNV eine wichtige Voraussetzung um Abwanderungstendenzen entgegen zu wirken.